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TORA DieseWoche

Balak

für die Woche bis zum 14 Tamuz 5757; 18 & 19 Juli 1997

Dear Tora DieseWoche Reader:
Several years ago, we received funding to produce a German-language version of Torah Weekly - Tora DieseWoche is the result. Unfortunately, the funding was only enough to produce four issues. We are now seeking a donor that would be willing to fund a year's worth of translation and production costs. If you would like to see Torah spread in the German-speaking world, and would be willing to donate $20,000 towards this end, please contact Ohr Somayach at 972-2-581-2890, or E-Mail at info@ohr.edu.
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Inhaltsangabe

Balak, der König der Moabiter ist in großer Furcht vor den Kindern Israel. Er beordert Bileam, einen nahmhaften Magier, einen Fluch auf sie zu legen. Haschem erscheint Bileam und gebietet ihm, dies zu unterlassen, doch Bileam ignoriert die Warnung. Auf dem Wege vertritt ein Malach (Engel, Bote G-ttes) seiner Eselin den Weg. Unfähig, seinen Zorn zu beherrschen, schlägt Bileam das Tier bei jedem Male, da dieses stehen bleibt, oder einen Umweg einschlagen möchte. Die Eselin beginnt auf wundersame Weise zu sprechen, Bileam fragend, weswegen er sie schlage. An diesem Punkt erlaubt Haschem Bileam, des Engels gewahr zu werden. Der Engel instruiert Bileam, was er über das Jüdische Volk sagen darf und was nicht. Als Bileam eintrifft, findet er König Balak sorgfältige Vorbereitung treffend, in der Hoffnung, Bileam würde mit den geplanten Flüchen erfolgreich sein. Dreimal unternimmt es Bileam, das Jüdische Volk zu verfluchen und, dreimal kommt stattdessen ein Segen über seine Lippen. Balak erkennt, daß Bileam versagte, und sendet ihn in Schmach zurück. Die Kinder Israel fangen an, mit den moabitischen Frauen zu sündigen und die moabitischen Götzen zu verehren, und werden daher mit einer Pest gestraft. Einer der jüdischen Anführer sündigt mit einer midianitischen Prinzessin schamlos unter den Augen Mosches und des Volkes. Pinchas, ein Enkel Aharons, ergreift einen Speer und tötet beide Sünder. Dies gebietet der Pest Einhalt, wenn auch bereits 24 000 Menschen an ihren Auswirkungen starben.


Kommentare

"Des Morgens stand Bileam auf und sattelte seine Eselin." (22:21)

Wann immer die anderen Nationen eifrig materiellen Gewinn verfolgen, ist g-ttliches "Mißfallen" gegen die Jüdische Nation erweckt, da sie nicht vergleichbare Energien geistigen Beschäftigungen widmet. Hier sehen wir, daß Bileam, ein bedeutender Prophet, seinen Esel sattelt. Für gewöhnlich wäre diese Handlung unter seiner Würde. Seine Absicht war, die Energie, mit der er seine Aufgabe erfüllte, gegen den Mangel an Enthusiasmus des jüdischen Volkes, Haschems Tora zu erfüllen, hervorzuheben, und dadurch Haschems Mißfallen gegen sie zu erwecken. Awrohom jedoch hatte bereits vorher eine Handlung begangen, die seinem Plan entgegenwürken würde. Er sattelte selber seinen Esel, um Haschems Gebot auszuführen, seinen Sohn zu opfern. Dieser Ausdruck von Enthusiasmus diente dem Jüdischen Volk als ein besonderes Verdienst und glich somit Bileams verderblichen Plan aus.

(Row Mosche Feinstein)

"Da wich die Eselin vom Wege ab und und lief ins Feld." (22:23)

Die Tora nennt drei Begebenheiten, an denen das Tier Ungehorsam gegen Bileam zeigte (22:23, 24, 26). Jede dieser drei representiert eine Sprosse auf der Leiter der Verfehlungen. Die erste Stufe: In den frühen Stadien ist es noch relativ einfach, sich von seinen Verfehlungen abzuwenden. Die zweite Stufe: Wenn der Sünder in seinen Wegen verharrt, wird es jedoch zunehmend schwieriger für ihn, sich von seinen Handlungen abzukehren - "eine Wand an dieser und an jener Seite". Die dritte Stufe: Im letzten Schritt büßt er sein Recht, eine bewußte Wahl zu treffen, vollständig ein - "da war kein Raum, sich nach rechts, oder links zu wenden". Die Handlung Bileams, seine Eselin für die Torpedierung seines Planes, zu schlagen, steht für jene Menschen, welche im Zorn reagieren, wenn andere versuchen, sie von Abwegen fernzuhalten.

(Jalkut Lekach Tow)

"Da öffnete Haschem der Eselin den Mund, und sie sprach zu Bileam..." (22:28)

Der Talmud berichtet, daß die Eselin Bileam mit Anschuldigungen bedachte, welche ihn in der Gegenwart von Balaks Würdenträgern erniedrigten; jedoch machte er zu keiner Zeit den Versuch, sie zu bestreiten. Der Midrasch zitiert die Unfähigkeit Bileams, etwas zu erwidern, als eine lehrreiche Lektion für die gesamte Menschheit. Am Tage des letzten Gerichtes wird Haschem alle Menschen dafür zur Verantwortung ziehen, nicht ihre geistigen Verpflichtungen erfüllt zu haben. So wie Bileam nicht in der Lage war, den Beschuldigungen seiner Eselin zu widersprechen, wird es um so schwieriger, wenn nicht unmöglich, den Anklagen des Allmächtigen etwas zu erwidern.

(Der Steipler Gaon)

"Und Israel weilte in Schittim; da begann das Volk Unzucht mit den Töchtern Moabs zu begehen." (25:1)

Weshalb führt die Tora den Namen des Ortes auf? Ist es wirklich von Bedeutung, w o das Jüdische Volk dieser Unzucht nachging? Der Name Schittim steht in enger Beziehung zum hebräischen Wort mit der Bedeutung "zu wandern" (schatu). Es war an diesem Orte, daß einige des Volkes das Lager für einen "Tijul" - einen harmlosen Spaziergang verließen. Einmal außerhalb ihres Lagers, trafen sie jedoch bald auf die moabitischen Frauen. Da sie nur erwarteten, einen kurzen Ausflug zu unternehmen, waren sie angesichts des großen Maßes an Verlockungen, die ihre sittliche Haltung prüften, völlig unvorbereitet.

Wir alle müssen uns bewußt sein, wohin wir gehen - im physischen, wie im geistigen Sinne. Wir mögen mit einem harmlosen Spaziergang durch "den sicheren Teil der Stadt" beginnen und finden uns nach wenigen Abbiegungen mit einem Male wehrlos im "schlechten Teil der Stadt" wieder.

(Nach Ohr HaChajim HaKadosch)


Haftora: Micha 5:6 - 6:8

Der Prophet tadelt das Volk für sein eigensinniges Verhalten,insbesondere den verbreiteten Götzendienst betreffend. Wie haben sie die unermeßliche Güte, die Haschem dem Jüdischen Volk wieder und wieder offenbart hatte, vergessen können?! Gedachten sie nicht der Wunder, mit denen Er ihre Vorväter aus Ägypten erlöst hatte?! Erinnerten sie sich nicht, wie Haschem Bileams Versuch, das Jüdische Volk zu verfluchen, vereitelte, und stattdessen großen Segen verlieh!?

Der Midrasch lehrt uns ein sehr bedeutendes Konzept in der Beziehung des Jüdischen Volkes zu seiner Führung und zu Haschem. Der Prophet spricht im Namen Haschems: "Ich sende vor euch Mosche,Aharon und Mirijam [euch zu führen]..." (Kapitel 6, Vers 4). Dies ist eine scharfe Kennzeichnung des Unterschiedes zwischen Haschem, dem König des Universums, und einem irdischen König von Fleisch und Blut. Schickt der letztere dem Volke Repräsentanten, so trägt die Nation die Last der Verantwortung, deren materielle Bedürfnisse zu befriedigen. Als Haschem jedoch Mosche, Aharon und Mirijam als "drei Erlöser" für das Jüdische Volk sandte, waren sie es, die für das Volk sorgten. Manna kam im Verdienste Mosches, die Wolken der Herrlichkeit als Aharons Verdienst, und die Quelle wurde um Mirijams Gradheit willen gegeben.


Gedanken zu den Sprüchen der Väter: Abschnitt 6

"Groß ist die Tora, denn sie verleiht Leben denen, die ihre Lehren ausführen, in dieser Welt und in der zukünftigen Welt."

Perkej Awos 6:7.

Es wird eher "ihre Lehren ausführen", als "lernen" gebraucht, um uns des grundlegenden Ziels zu erinnern, daß man lerne, um die Mitzwos der Tora Haschems auszuführen.

Ebenso wird die Idee übermittelt, daß es dem, der Tora lernt, angerechnet wird, als hätte er die Weisheit der Tora geschaffen, und er nennt sie sein eigen. Dieser Gedanke wird von König David im ersten Psalm der Tehilim ausgedrückt, wenn er davon spricht, daß es "Haschems Tora" sei, bevor sie von einem gelernt wird, und "seine eigene Tora," nachdem man sie gelernt hat. So bedeutet "ihre Lehren ausführen" jene, die ihre Lehre sich zur eigenen Schöpfung und ganz zu eigen gemacht haben.
Midrasch Schmuel


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General Editor: Rabbi Moshe Newman
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